Category Archives: Luchs

* Luchsrufe im Höllgrund

Deutlicher geht es nicht: Kein Fuchs, kein Reh … – eindeutig Luchsruf in der Eisigklinge Luchsrufe Februar 2016 _ HAHL0216zwischen Höllbachtal und Waldkatzenbach im südöstlichen Odenwald. Heute zwischen 21:30 Uhr und knapp 22:00 Uhr vielfach Luchsrufe von der Ostseite der Eisigklinge vernommen („Luchs 1“). Weniger deutlich und leiser – also etwas ferner – ein weiterer Ruf („Luchs 2“), ungefähr nordwestlich der Eisigklinge. (Bild zum Vergrößern anklicken)

„Luchs 1“ bewegt sich – der Herkunft des Rufs zufolge – allmählich in Richtung Südost-Ost (vermutlich Richtung Katzenberg). Ab etwa 22:00 Uhr dann von der Eisigklinge aus kein Luchsruf mehr zu hören. (gez. M. Hahl, 16.02.2016)

Bereits Anfang März 2015 wurden Luchsrufe in der Eisigklinge vernommen und gemeldet (so genannte „C3-Hinweise“). Auch dieses Jahr ist das – demnach recht sicher anzunehmende – Luchsrevier im Hohen Odenwald offenbar weiter besetzt. Die Ranzzeit der Luchse findet im Februar und März statt.

* Luchs im Odenwald? – IHO sammelt Hinweise

Etwa ab Februar beginnt wieder die Ranzzeit der Luchse. Wir haben Grund zur Annahme, dass auch im Gebiet des südlichen Odenwaldes ein großes Luchsrevier bestehen könnte. So wurden beispielsweise vor etwa einem Jahr, im März 2015, zur Ranzzeit Luchsrufe nördlich des Katzenbuckels gehört und gemeldet. Zwei Berichte von Sichtungen im Bereich des Höllbachtals, die möglicherweise von zufälligen Begegnungen mit einem eurasischen Luchs in nächtlichen bzw. frühmorgendlichen Stunden zeugen, wurden ebenfalls an uns herangetragen.

Unser Naturschutzverein „Initiative Hoher Odenwald e.V.“ möchte diesen Spuren nachgehen und ruft dazu auf, mögliche Beobachtungen oder Rufe, die auf einen Luchs hinweisen könnten, an uns weiterzugeben: Kontakt (bitte unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Telefonnummer zwecks Rückruf) – Wir sammeln Hinweise aus dem gesamten badisch-hessisch-bayerischen Odenwälder Dreiländereck. Selbstverständlich werden wir potenzielle Luchs-Hinweise gemeinsam mit Ihnen besprechen sowie mit Luchsberatern in den zuständigen Landkreisen bzw. in Baden-Württemberg, Hessen oder auch Bayern detailliert prüfen.

Die Wahrscheinlichkeit, den sehr menschenscheuen Luchs nachweisen zu können, ist einesteils gering, allerdings gerade zur Ranzzeit im Odenwald keineswegs abwegig. Achten Sie daher bitte jetzt verstärkt auf Luchsrufe oder auch Trittsiegel im Schnee. Führen Sie bei Waldspaziergängen eine Kamera (Schreibstift o.ä. als Maßstab) mit sich, um ggf. eine Luchsspur dokumentieren zu können. Spitzen Sie die Ohren und schalten Sie, falls vorhanden, die Aufnahmefunktion ihres Smartphones ein, wenn Sie einen Luchsruf zu vernehmen glauben, welcher sich etwa so anhören kann: Luchsruf zum Anhören No.1  / Luchsruf No. 2 (Verwechslungen können u.U. mit Reh- oder Fuchslauten aufkommen).

Das Trittsiegel eines Luchses zeigt keine Krallenabdrücke und hat bis zu 10 cm Luchs-Faehrte_im_SchneeDurchmesser. Bild rechts zum Vergrößern anklicken; Bildquelle: Thomas Westphal, public domain, Luchsfährte im Schnee.
Unter folgendem Link gelangen Sie zu einem 2010 publizierten Artikel über das Odenwälder „Phantom mit Pinselohren“: Odenwaldluchs HAHL2010. Hier geht es zu einem aktuellen Pressebericht (17.01.2016) über südhessische Luchs-Hinweise im Odenwälder Echo.