* Mitgliederversammlung der IHO e.V. am 12.11.2018

Einladung zur Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder der Initiative Hoher Odenwald –Verein für Landschaftsschutz und Erhalt der Artenvielfalt (IHO) e.V.,

wir laden Sie hiermit herzlich zur Mitgliederversammlung unseres Vereins ein und freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen. – Die Mitgliederversammlung findet statt am Montag, dem 12.11.2018 um 19:30 Uhr in 69429 Waldbrunn, Landgasthaus Sockenbacher Hof (Zu den Kuranlagen 4, Waldbrunner Ortsteil Strümpfelbrunn (siehe https://sockenbacher-hof.de/hotel/).

Satzungsgemäß wird die Mitgliederversammlung (MV) mind. ein Mal jährlich einberufen. Sämtliche Mitglieder werden der Vereinssatzung entsprechend bis spätestens drei Tage vor der Versammlung schriftlich eingeladen. Die aktuelle Mitgliederversammlung ist dem Vereinsjahr 2017 zugeordnet und gibt einen Überblick zu den Vereinsaktivitäten 2017 und 2018 sowie zu aktuellen Entwicklungen.

Die Tagesordnung wird nachfolgend vorab bekannt gegeben. Eine Aktualisierung der Tagesordnung bis zu Beginn der Versammlung bleibt satzungsgemäß vorbehalten. Anträge zur Tagesordnung können bis Beginn der Versammlung von den Mitgliedern beim Vorstand eingereicht werden. Im Nachgang der Versammlung ist eine Pressemitteilung vorgesehen.

Hiermit weisen wir auf die mittlerweile eingetretene Gültigkeit unserer neuen Vereinssatzung mit Beitrags- u. Gebührenordnung hin, wie sie durch unsere MV am 11.12.2017 beschlossen wurde. Die Vereinssatzung ist abrufbar unter: http://www.hoher-odenwald.de/ueber-uns/vereinssatzung-iho/

Tagesordnung

  1. Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden
  2. Wahl des Protokollführers
  3. Anträge zur Tagesordnung
  4. Anerkennung der in der MV 2017 beschloss. Satzung u.Beitrags-/Gebührenordnung
  5. Bekanntgabe der 2017 erfolgten Anerkennung als Umweltvereinigung gem. §3 UmwRG
  6. Bericht des Vorstands: Vereinsaktivitäten 2017
  7. Kurzabriss zu Vereinsaktivitäten 2018 sowie anstehenden Vereinsaktivitäten 2019
  8. Erläuterungen in Bezug auf Spendenakquisition
  9. Kassenbericht der Kassenprüfer
  10. Entlastung des Vorstands
  11. Turnusgemäße Neuwahl des Vorstands gem. Satzung
  12. Verschiedenes, Fragen, Anregungen

Mit herzlichen Grüßen, Michael Hahl M.A., Geograph, 1. Vorsitzender, und Dr. Dorothea Fuckert, 2. Vorsitzende – für die gesamte Vereinsvorstandschaft

Alle Mitglieder werden persönlich angeschrieben.

* „Odenwälder Lichtermeer“ als Gemeinschaftsaktion für einen Windenergieanlagen-freien Odenwald

MIt freundlicher Genehmigung von Gerhard Grünewald, Redaktionsleiter für den Lokalteil Odenwaldkreis, verlinken wir hier ein pdf zum Echo-Artikel über die Bürgerprotestaktion  „Odenwälder Lichtermeer“: Odenwälder Echo, 27.10.2018

Wesentliche Gründe, warum sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger gegen den Windenergie-Ausbau im hessischen, badischen und bayerischen Odenwald wenden, sind – neben weiteren sehr wichtigen Aspekten – der Artenschutz mitsamt dem Lebensraum- und Landschaftsschutz. Auch die Tatsache, dass eine Sicherung der Stromversorgung durch die so genannte „Energiewende“ für viele kritisch denkende Bürger nicht zu erkennen ist, bringt Kritiker respektive Gegner dieser Entwicklung zu ihrer Positionierung. Mit nach wie vor unter 3 % Anteil der Windenergie am deutschen Endenergieverbrauch, und das bei mittlerweile etwa 30.000 Anlagen, ist eine „Wende“ von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren keinesfalls erkennbar – und somit natürlich auch keine CO2-Reduktion. Speichertechnologie in einer annähernd ausreichenden Quantität ist nicht verfügbar sachlich-fundierte Prognosen (bspw. Institut für Wirtschaftsforschung) stehen den Illusionen vieler Energiewendler mit harten Tatsachen entgegen. Auch die ehemaligen Landräte Wilkes (Bild rechts) und Schnur stehen längst gegen den Weindenergie-Ausbau im Odenwald auf, und mit ihnen sprechen sich mehr und mehr Handlungs- und Entscheidungsträger in den Rathäusern gegen diese Entwicklung aus und fordern alternative energiepolitische Wege. Tourismuswirtschaft, Lebensqualität, Umwelt- und Gesundheitsschutz sind weitere Kriterien. – Leider kommen diese essenziellen Aspekte im Echo-Artikel zu kurz, welcher aber dennoch einen Eindruck von der Bürgeraktion „Odenwälder Lichtermeer“ geben kann – im Artikel konzentriert auf den Schwerpunkt südhessischer Odenwaldkreis. (Fotos: privat)

* Weinheimer Windenergieanlagen im Landschaftsschutzgebiet von Unterer Naturschutzbehörde abgelehnt

Einem 2017 vorgelegten Gutachten des Fachbüros proreg zum Bergrücken „Hebert“ im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Neckartal II – Odenwald, der – ebenso wie das „Augstel“ als Nordwest-Teil des umstrittenen Vorhabens „Windpark Markgrafenwald“ – als Konzentrationsfläche und Vorranggebiet für die Windenergie geplant werden soll, ist zu entnehmen, dass eine Befreiung oder eine Änderung der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung zugunsten einer Windenergie-Planung als äußerst kritisch gesehen werden muss: „Sowohl der national verankerte Schutzstatus (BNatSchG, LSG-VO) als auch die Verzahnung mit den unionsrechtlichen FFH- und Vogelschutz-Richtlinien sowie die SUP-Richtlinie der EU sind aufgrund der im Schutzzweck des LSG genau und verbindlich definierten Bezüge zu Naturhaushalt, Erholungsfunktion und Bewahrung der Landschaft nicht auszuräumen.“ (Hahl-proreg 2017).

Einerseits der Landschaftsschutz und andererseits das in der LSG-Verordnung ebenfalls festgelegte Artenschutzregime mitsamt seinen EU-rechtlichen Bezügen – beide Komponenten sind bereits in die regionalplanerische und kommunalplanerische Ebene aufzunehmen und können nicht auf eine nachfolgende Planungs- und Genehmigungsebene verlagert werden.“ Ebenso sind kumulative Effekte abzuwägen. Dementsprechend wurde die Errichtung von Windenergieanlagen am Augstel sowie auf dem Hebert von der Umweltvereinigung „Initiative Hoher Odenwald – Verein für Landschaftsschutz und Erhalt der Artenvielfalt (IHO) e.V.“ schon allein unter Landschaftsschutz-rechtlichen Aspekten, gekoppelt an den Artenschutz, in zahlreichen Stellungnahmen abgelehnt.

Aktuell sind, wie wir von unserem Kooperationspartner Dipl.-Geogr. Dr. Richard Leiner informiert wurden, aufgrund einer fachlich wie rechtlich begründeten Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises die Windkraftpläne der nordbadischen Stadt Weinheim fürs Erste gescheitert: Das zuständige Landratsamt erlaubt der Stadt keine Windkonzentrationszone im Landschaftsschutzgebiet! – Die Untere Naturschutzbehörde in Baden-Württemberg sei eine eigenständig entscheidende Behörde und nicht weisungsgebunden, so Leiner. – Weitere Information hierzu lesen Sie im Kommentar unter folgendem Link: Leiner, Landratsamt gegen Windenergie im Landschaftsschutzgebiet _ 10.2018 _ Vorlage IHO-Website Hahl

Nachtrag – Rhein-Neckar-Zeitung 17.10.2018: Sticht Naturschutz die Windkraft stets aus?

Oben angegebenes Zitat stammt aus: HAHL, M. (2017): Der Hebert im Landschaftsschutzgebiet Neckartal II – Eberbach. Windenergie im Spannungsfeld mit Erholungsvorsorge, Landschaftsschutz und nachhaltiger Sicherung der Biodiversität. Konfliktanalyse zur Abwägung und Bewertung einer Änderung der Schutzgebietsverordnung zwecks Errichtung von Windenergieanlagen. Gutachten (60 S.)

* Kritik am „Dichtezentren“-Konzept

Artenschutzrechtlich sehr problematisch sind verschiedene Programme, u.a. des Umweltministeriums in Baden-Württemberg, um im Rahmen von landesweiten Schwarzstorch- und Rotmilan-Kartierungen explizit Brutstätten zu erfassen und allein hieraus so genannte „Dichtezentren“ abzuleiten (wie dies bereits zuvor für Rot- und Schwarzmilan erfolgt war).

In verhaltensökologischer Hinsicht sind solche Ansätze viel zu statisch gefasst und zu kleinräumig festgelegt, Weitaus entscheidender als eine räumlich wie zeitlich allzu statische Begrenzung auf Bruthabitate ist die Raumnutzung der Schwarzstörche, Rotmilane und Co. im räumlich-funktionalen Zusammenhang. Hierzu spricht unter anderem das „Schwarzstorch-Urteil“ des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 eine deutliche Sprache, indem dieses die Relevanz der Raumnutzung für die Ermittlung und Bewertung von Artenschutzkonflikten deutlich akzentuiert.

Räumlich und zeitlich stark vereinfachte Kartierungsergebnisse weisen also einerseits einen allzu statischen Charakter auf, welcher der Dynamik in den Biozönosen (Gemeinschaft von Organismen verschiedener Arten in einem abgrenzbaren Lebensraum) keineswegs gerecht werden kann, welcher andererseits die hochrelevante Arealausbreitung mittels Pionieren am Rande so genannter „Dichtezentren“ nicht berücksichtigt und welcher schließlich dem EU-rechtlichen Individuenansatz widerspricht. – Näher ausgeführt wird dies in folgender Bearbeitung: HAHL 2018 Dichtezentren _ HAHL-proreg-08.2018

* Filmdoku „End of Landschaft“ – Kritisches Roadmovie durchs Energiewendeland (im Fokus: Odenwald)

(PM) „End of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert“ – „Im Januar 2017 erfährt der Filmproduzent Jörg Rehmann von rund 400 Windrädern, für die Flächen allein im hessischen Odenwald ausgewiesen werden sollen. Die Bürger sind verunsichert, doch viele ahnen nicht, welche Veränderungen und Konflikte sich dadurch ergeben können. Das bringt Rehmann dazu, andere Regionen zu bereisen, in denen mehr Erfahrungen bestehen. In Ostfriesland steht im Schnitt alle 790 Meter ein Windrad neben dem anderen. Hier hat eine latente Enteignungs- und Entsiedelungswelle der Bevölkerung eingesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden Milliarden für den „Aufbau Ost“ in eine neue Infrastruktur investiert. Doch mit der Entscheidung, das ganze Bundesland zum „Elektrizitätswerk der Nation“ zu machen, setzt auch dort eine Landflucht ein. Indem die Windräder nun auch den Städten näherrücken, werden Anwohner oft zum zweiten Mal mit zerstörter Landschaft, Lärm und Konflikten konfrontiert. Im rheinland-pfälzischen Moselhunsrück und im Saarland trifft der Autor auf Strukturen, die von Experten als kriminell bezeichnet werden. Dabei müsste ein gutes Ziel sich doch eigentlich guter Methoden bedienen, gibt der Filmemacher zu bedenken. – Für Rehmann und die im Film befragten Experten ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaschutzes unbestreitbar. Aber die „Handschrift der Energiewende“ ist selbst nach Meinung renommierter Verfassungsjuristen zur „Perversion“ entgleist. …“ – Weitere Info: End of Landschaft am 17 Oktober 2018 um 19 Uhr in Beerfelden Rahmenplakat Darmstadt a2 – Regionale Kino- und Vorführtermine (Info-Stand: 20.9.2018):

* „Hambacher Forst“ vs. Waldrodungen für Windkraft – medial inszeniertes Schwarz-Weiß-Denken?

Zur Abholzung im „Hambacher Forst“ und zu den Aktivitäten, um dieses Waldgebiet in NRW zu schützen und dabei auch gegen Kohlestrom zu protestieren, kann – und muss – man vielfältige Aspekte im Auge behalten. Man kann den „Hambacher Forst“ wildtierökologisch betrachten: die Bechsteinfledermaus bildet dort beispielsweise das größte bekannte Vorkommen der deutschen atlantischen Region. Gleichwohl wird man sich damit auseinander setzen müssen, dass (grundlastfähiger) Kohlestrom mit einem Anteil von rund 9 % am Endenergieverbrauch (Quelle: ifo) sowie andere fossilie Energieträger nicht einfach mal durch (fluktuative, also stark schwankende) „Erneuerbare“ ersetzt werden können, wenn gleichzeitig auch die Kernkraft aufgegeben wird. – Differenziert denken statt voreilig Positionen beziehen hilft hier sicherlich weiter.

Vor allem auch in punkto Ökologie und Schutz von Waldökosystemen sollte man nicht mit zweierlei Maß messen, denn unter manchen Umweltaktivisten und einigen der bekannten „Umweltverbände“ begegnet uns derzeit ein allzu vereinfachtes „schwarz-weiß“-Denken, etwa so: vielfaches Abholzen in Waldökosystemen für bisher 30.000 Windenergieanlagen – das ist gut („Energiewende“); aber Abholzen von Waldgebieten für den Kohleabbau – das ist schlecht. Ein solches Positionieren entlarvt, dass es so manch einem weitaus mehr um energiepolitische Ideologien geht als um wahrhaftigen Wald- und Naturschutz. Dass ein so genannter „Ökostrom“ wiederum zur vielfach potenzierten Waldzerstörung und Zerschneidung von Gesamtökosystemen führt und erhebliche Gebietsanteile unserer Naturlandschaften betrifft, wird allzu oft ignoriert.

Unser IHO-Mitglied Prof. Dr. Ute Gummich fragt angesichts der immer weiter betriebenen Waldrodungen in Baden-Württemberg, Hessen und anderen Bundesländern zwecks Errichtung einer Windenergie-Industrie – gerade auch in Wäldern -, wo denn der Aufschrei bleibe: „Hambi“ ist auch in Hessen und Baden-Württemberg, natürlich auch im Odenwald … – Lesen Sie hierzu den Kommentar der Physikerin Ute Gummich 0918

* Biodiversitätsverlust – Herausforderung unserer Zeit

Im Juni 2018 unterzeichneten über 20 Wissenschafttler des Senckenberg Forschungszentrums eine „Frankfurter Erklärung“, um die Situation des Biodiversitätsverlustes in Deutschland zu bewerten und den Forschungs- und Handlungsbedarf abzuleiten. Hierzu einige Ausführungen, die zeigen, dass die gegenwärtig allzu simplifizierte Zuschneidung ökologischer Themen auf Fragestellungen des „Klimawandels“ höchst problematisch sind, weil sie an anderen wesentlichen Kernthemen unserer Zeit eklatant vorbei manövrieren: Intakte Lebensräume müssen geschaffen, geschützt und gestärkt werden! – Weiter lesen: HAHL 2018, Biodiversitätsverlust

* Umweltvereinigung IHO vertritt den Naturschutz auch zum Vorhaben „Windpark Kornberg-Dreimärker“ in Hardheim und Höpfingen

Beim gestrigen UVP-Scoping-Termin im Mosbacher Landratsamt (Neckar-Odenwald-Kreis) wurde vom Vorsitzenden der staatlich anerkannten Umweltvereinigung „IHO e.V.“, dem Geographen Michael Hahl, der Umwelt- und Naturschutz vertreten: Dabei wurden von Seiten der „Initiative Hoher Odenwald – Verein für Landschaftsschutz und Erhalt der Artenvielfalt e.V. (IHO)“ zahlreiche Aspekte angemahnt und um Aufnahme ins Protokoll gebeten, die für eine seriöse Berücksichtigung der relevanten Schutzgüter (z.B. Tiere/Biodiversität, Wasserschutz, FFH-Verträglichkeit usw.) im Rahmen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVPG) unvermeidlich seien. Zusätzlich zum mündlichen Vortrag wurde von der IHO eine 20-seitige schriftliche Stellungnahme vorgelegt. Hahl betonte, dass das Vorhaben, sechs Windenergieanlagen in und am unmittelbaren Rand eines FFH-Gebiets unter Aspekten des EU-rechtlich vorgegebenen Habitat- und Artenschutzes generell abzulehnen sei.

* Verwaltungsgerichtshof Mannheim lehnt aus Artenschutzgründen WEA im Kreis Schwäbisch Hall ab

Aktuelles Urteil: Verwaltungsgerichtshof Mannheim bestätigt in zweiter Instanz den Eilantrag zweier Naturschutzverbände gegen Bau und Betrieb einer Windenergieanlage bei Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall. NABU-Landeschef Ennsle betont, das Mannheimer Urteil sende ein wichtiges Signal an Verwaltungen und Unternehmen im ganzen Land. Wer baue und sich um eine korrekte Umweltverträglichkeitsprüfung samt Öffentlichkeitsbeteiligung drücke, erleide spätestens vor Gericht Schiffbruch. Für neue Projekte gelte es, deren Umweltverträglichkeit umfassend zu prüfen. http://www.umweltruf.de/2018_PROGRAMM/news/news3.php3…
Anzumerken ist: Solche Erfolge des Naturschutzes können bei allem Optimismus keineswegs darüber hinweg täuschen, dass der Habitat- und Artenschutz bei etlichen anderen Verfahren, sowohl den Windenergieausbau als auch weitere Bauvorhaben betreffend, in erheblichem Maße verletzt wird. Auch die Windenergieanlagen am Stillfüssel bei Wald-Michelbach, am Greiner Eck bei Neckarsteinach und am Kahlberg zwischen Grasellenbach, Fürth und Mossautal sind eklatante Negativbeispiele im „Dreiländereck“ Odenwald, weshalb die Umweltvereinigung IHO hiergegen Rechtsbehelfe eingelegt hat.

* Beweidung – Landschaftsschutz – Artenschutz

Zur Bedeutung von Beweidungsprojekte für  die Kulturlandschaftspflege und  den Lebensraumschutz hat sich die Umweltvereinigung „Initiative Hoher Odenwald – Verein für Landschaftsschutz und Erhalt der Artenvielfalt“ schon vielfach geäußert. Aktuell informiert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) über die Förderung des Projekts „„Gipskarst Südharz – Artenvielfalt erhalten und erleben“ im thüringischen Landkreis Nordhausen“ mit finanzieller Unterstützung für Schaf- und Ziegenhalter im Südharzer Zechsteingürtel für den Zeitraum 2018 bis 2023. Das Gebiet gilt als bedeutendes Gipskarstgebiet Mitteleuropas, in dem artenreiche Zwergstrauchheiden, Orchideen-Buchenwälder und Trockenrasen zu finden sind. Für die Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft ist eine passende Beweidung wichtig. Das Projekt „Gipskarst Südharz – Artenvielfalt erhalten und erleben“ im thüringischen Landkreis Nordhausen läuft von 2018 bis 2023. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich begleitet und mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert.

Auch im Odenwald und seinen Randgebieten etwa im Übergang zum Muschelkalk des Baulands sind einige regionalspezifische Kulturlandschaften erhalten, die im Rahmen einer ähnlich prestigeträchtigen Förderung der biologischen Vielfalt und dem Lebensraum- und Landschaftsschutz berücksichtigt werden sollten. Hierzu zählen etwa die wertvollen Offenland-Relikte an verschiedenen Lokalitäten im Buntsandstein und Muschelkalk (Breitenstein bei Eberbach, Schreckberg usw.) sowie landschaftsprägend die Odenwälder Auenwiesen an den FFH-Fließgewässern der regionalen Kulturlandschaft.

Die IHO befasst sich insbesondere im Rahmen ihres seit 2013/2014 initiierten „Schwarzstorch-Artenschutzprojekts“ auch mit Landschaftspflege und Beweidung. (Aufnahmen: Höllbach, Bilder: IHO) – Zur BfN-Förderung für das Projekt Gipskarst Südharz bitte hier entlang …